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CHRISTEL
Für unseren geliebten Gustav
wir haben dich aus Polen geholt und du passtest in die Innentasche unserer Jacke, du warst vollkommen verwurmt und warst schon ganz scharf auf Fleisch, wobei du eigentlich noch Milch trinken solltest. Wir haben dich entwurmt, entfloht und eigentlich wollte ich dich erst gar nicht haben, aber du kamst immer zu mir und schmiegtest dich an mich und meine Gefühle für dich wurden immer stärker und zum Schluss war es unendliche Liebe, die uns verband. Du warst ein toller Hund, Freund, Zuhörer und Tröster. Alle in unserer Stadt kannten dich und hatten dich gern, vor allem die Hündinnen. Mit Rüden hattest du nicht so viel im Sinn und es gabe viele brenzliche Situationen, aber Mama und Papa haben dich immer mit "Körpereinsatz" beschützt. Du bist so gern spazieren gangen und wir sind raus, egal ob es geregnet, gestürmt oder geschneit hat. Jede Nacht schliefst du bei uns im Bett und Papa lag oft an der Kante, nur damit du dich ausstrecken konntest. Wenn es kalt war, dann hast du mich angestupst, damit du unter meine Decke kriechen konntest, dann hast du dich an mich gekuschelt und alles war in Ordnung. Die Zeit verging und du wurdest älter und auch langsamer, das Gehör wurde schlechter. Du hast die Hitze im Sommer nicht mehr so vertragen und bekamst Probleme mit den Knochen. Wir merkten, dass du Schmerzen hattest. Herr Beuchel, unser Tierarzt, der dich auch sehr gern hatte, hat alles getan, um die Schmerzen zu lindern und es half auch. Mit den Tabletten ging es dir gut. Dann kam der Tag, an dem du das erste mal umgekippt bist. Es war schrecklich und ich hatte solche Angst, aber du rappeltest dich wieder auf. Ich hab dir wieder Schmerzmittel und auch noch was für die Durchblutung und auf einmal warst du so wie früher, wir haben wieder große Spaziergänge gemacht, du hast gespielt und Papa in die Hosen gebissen, es war wie früher und plötzlich eines Morgens konntest du nicht mehr. Du konntest nicht mehr laufen, dann auch nicht mehr stehen, der Tierarzt kam und gab dir noch eine Spritze und sagte, wenn sie nicht innerhalb von 24 Stunden anschlägt, dann .......
Es wurde nicht besser, sondern dein Zustand verschlimmerte sich, Papa schrie dich an, du sollst nicht gehen, aber du konntest nicht mehr und des kam die Entscheidung, vor der wir immer so viel Angst hatten, wir waren bei dir bis zu deinem letzten Atemzug und haben dich unter vielen Tränen bis zum Regenbogenland begleitet.
Papa hat dich in deinem Hundekorb ins Kinderzimmer gestellt und ist immer wieder zu dir gegangen, wir hatten keine Tränen mehr und waren innerlich so leer. Am nächsten Tag haben wir dich begraben und jeden Abend brennt eine Kerze auf deinem Grab. Wir haben dich so unendlich lieb und werden dich nie vergessen. In unseren Herzen wirst du immer weiter leben. Danke, dass wir dich um uns haben durften. Du hast unser Leben so bereichert und uns so glücklich gemacht.
Einmal werden wir uns wiedersehen, dann werde ich dich knuddeln und knutschen und nie mehr los lassen.
Warte auf uns Deine Mama und Dein Papa
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